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Kaum ein Thema beschäftigt die Menschen so extrem, wie das Phänomen
der Schönheit. Tag täglich wird man über die Medien mit einer
Informationsflut bombardiert, wie man länger jung bleibt, auch im
Winter seine Strandfigur behält, oder am Besten noch ohne Aufwand
oder einem kurzen Besuch in der Tagesschönheitsfarm im
Nu zum Supermodel wird. Zusätzlich gaukelt einem die Welt der
Reichen und Schönen, fast schon wie in einer schlechten Seifenoper
vor, dass die Erfüllung eines gewissen Schönheitsideals der
Schlüssel für Erfolg und ein glückliches Leben ist. Als
Normalsterblicher steigt der Druck, dem Trugbild an Perfektion,
ewiger Jugend und Schönheit zu entsprechen ins unermessliche mit dem
traurigen Erfolg, dass eine risikoreiche
Schönheitsoperation der
einzige Ausweg scheint. Auch wenn es in unserer schnelllebigen und oberflächlichen Welt fast altmodisch erscheint, hat es jeder selbst in der Hand, seine Schönheit durch seine Persönlichkeit auszudrücken. Eine schöne Hülle ist noch lange keine Garant für einen schönen Menschen und täuscht oft über die Unzulänglichkeiten hinweg, die sich dahinter verstecken. Oft hilft es sich darüber im Klaren zu sein, dass Menschen, die wir für ihre Schönheit bewundern und beneiden, auch ihre Fehler und Schwächen besitzen und wir sie somit innerlich von dem Podest herunter holen, auf das wir sie selbst gestellt haben. Jeder Mensch hat etwas in sich, dass ihn schön macht, ganz ohne Schönheitsoperation und chirurgische oder kosmetische Behandlung, seine eigene Definition nur dahingehende zu verändern, dass man diese Schönheit auch wahrnimmt, ist das eigentliche Erfolgsrezept. Antoine de Saint-Exupéry hat bereits im kleinen Prinzen geschrieben: “ Das wesentliche ist für die Augen unsichtbar, man sieht nur mit dem Herzen gut.“ ![]() |
